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Entwicklung eines Musterbuches für Themenwanderwege

Das Büro Diepolder erstellt in Zusammenarbeit mit dem Designbüro Atelier&Friends sowie der lokalen LEADER-Aktionsgruppe (LAG) im Zeitraum Oktober 1998 bis Juli 2000 für den Landkreis Freyung-Grafenau ein Musterbuch (Design-Manual) zur einheitlichen Gestaltung von Themenwanderwegen. Das Musterbuch ist dem Charakter der Region des Bayerischen Waldes angepaßt, berücksichtigt die vorhandenen Geländeorientierungssysteme und ist im erforderlichen Umfang flexibel zu handhaben. Es enthält u.a. Vorschläge für Signets, Faltblatt, Broschüre, Informationstafel, Informationspavillon, Ortsbegrüßungstafel und Hinweisschilder im Gelände. Die Vorgaben des Musterbuches werden im Zusammenhang mit Umsetzungsprojekten realisiert.

Themenwanderwege im Landkreis Freyung-Grafenau

Folgende Themenwanderwege wurden vom Büro Diepolder konzipiert und nach dem CD-Manual für Themenwanderwege der LAG Freyung-Grafenau realisiert:

„Von den Kelten bis zur Gegenwart“

Von Ringelaus aus führt der 12 km lange Rundweg zur historischen “Heindllmühler, weiter hinaus zum Wald bis zum “Mittagsstein”, zu den alten Grenzsteinen, dem Gipfel “Geistlichen Stein”, vorbei an alten Kohlenmeiler und hinab zum Keltendorf “Gabreta”. Über den Kräuterlehrgarten in Eckersreuth gehts zurück zum Ausgangspunkt.

“Jugendsteig beim Freilichtmuseum Finsterau”

Wie wandern die Jungen? Zwischen dem Museum und dem Fisterauer Ortsteil Wistlberg wurde zickzack durch den Wald eine Direttissima _ angelegt: der Jugendsteig. Der Weg ist abwechslungsreich, unterhaltsam, bildend und ein bischen geheimnisvoll. Kunstwerke von jungen und alten Künstlern der Region geschaffen begleiten den Steig. Eine Augenweide auch für Kunstfreunde, denn auf den 1,5 km gibt es einiges zu entdecken: einmal mitten im Weg das Puzzle von _Harti Mülleitner, bemalte Steine von Renata Balda, Granitskulpturen von Gabriele Berger, geklopfte Sprüche von Christian Zeitler _und direkt am Weg beeindruckend _Karl Maders Waldchristus.

“Granit-Themenweg”

Lebendige Spuren der Granitbearbeitung – dies und wundervolle Landschaftsbilder kann der Wanderer auf dem Granitthemenweg bei Finsterau entdecken. Ein rund 4 km langer Rundweg startet beim Freilichtmuseum, führt hinauf zum Wistlberg und von dort über den malerisch gelegenen Ort Finsterau zurück zum Museum.

„Vom Quarz zum Glas – Glashütten verändern die Landschaft“

Dieser Themenweg im Gemeindegebiet von Grainet führt auf zwei, je 11 km langen Routen zu ehemaligen Glashütten-Standorten. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstanden in den nahezu unberührten Grenwäldern zwischen Donau udn Moldau “Waldglashütten”. Dies Glashütten boten Arbeit für Schneterhacker, Aschenbrenner, Quarzschürfer, Pochermänner, Flußsieder, Schürer, Schmelzer und Glasmacher. In der 2. Hälfte es 18. Jhd. mussten die Hütten infolge Holzknappheit und Absatzschwierigkeiten schließen.

„Ritter Tuschl auf den Fersen“

Wer Lust auf Historisches, Burgen und Ritte hat, sollten sich das “Mittelalter” rund um die Saldenburg erwandern. Auf zwei Rundwanderwegen, der eine 6 km, der andere 10 km lang, kann Geschichte in traumhafter Landschaft erlebt werden.

Mühle bei Röhrnbach – ein Weg durch die Zeit

Der rund 11,5 km lange Themenweg führt an Mühlenstandorten rund um Röhrnbach vorbei. An vielen Stellen sind noch Spuren der alten Wassernutzung zu finden. Je nach Lust und Konsdition läßt sich der Weg als Ganzes oder Abschnittsweise gehen.

Kulturlandschaft hautnah erleben

Reizvolle Wegabschnitte, malerische Plätze, überraschende Ausblicke oder andere Orte zum Genießen: Erlebnisse zum Staunen und Verweilen gibt es viele in der Gemeinde Hohenau. Wer diesen Weg wandert, bekommt ein Gefühl für das Wesen und das Werden dieser Kulturlandschaft, die auf eine mehr als 600 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Entlang des Wegs markeiren 19 Hinweistafeln bemerkenswerte Natur- und Kulturaspekte, die in einer Broschüre kurz erläutert werden. Die Wanderroute besteht aus zwei unterschiedlich langen Schleifen. Die kürzere “Hohenauer Runde” verläuft auf etwas 8,5 km und die “Schönbrunner Runde” ist eine echte Ganztagestour von rund 24 km Länge.

Auftraggeber für die diversen Themenwege

Gemeinde Ringelai (1998 – 2000)

Zweckverband Niederbayer. Freilichtmuseen (2001)

Zweckverband Niederbayer. Freilichtmuseen (2001)

Gemeinde Grainet (1999)

Gemeinde Saldenburg (2001)

Gemeinde Eging a.See (2004-2005)

Gemeinde Röhrnbach

Gemeinde Hohenau

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“Sinne schärfen im Wald rund um den Eginger See”

Der ca. 4 km lange Rundweg verläuft auf Wald- und Feldwegen, zum Teil im kühlenden Schatten des Waldes, zum Teil auf der lichten Uferpromenade.
Der Weg thematisiert spielerisch die Themen “Wald”, “Granit” und spricht v.a. die Sinne an.

“Das Summen, Brummen und Zwitschern und Knacken im Wald … Das Rauschen der Wipfel im Wind, das Wispern der Blätter … Harzige, irdische, frische oder modrige Walddüfte, die unsere Nase streifen … Das Weiche der Moospolster und das stachelige der Nadelspitzen … Rauhe Borke oder weiches Blatt … Glitzerndes Sonnenlichts auf dem, vom Wind bewegten See… Die Varianten an Grün im Blätterkleid des Waldes … Bewegtes Wolkenspiel über den Wipfeln … Ein Hochgenuß für all unsere Sinne, das ist ein Besuch im Wald.

Auftraggeber: Gemeinde Eging a.See

“Donau im Wandel”

Auf einer 60 km langen Strecken entlang beider Donau-Ufer zwischen den Wehren bei Pfatter und Straubing entstand im Auftrag der Donau-Wasserstraßen AG ein Themenweg mit 24. Stationen.

Die Stationen informieren über Technik, Geschichte und Natur und weisen auf viele landschaftliche Kostbarkeiten hin, an denen Radfahrer und Wanderer sonst achtlos vorbeiziehen würden. Technik wird so verstehbar, und Natur erlebar.

Auftraggeber: Donau Wasserstraßen AG, München (2000)

“Waldwunderwelten”

Im Gemeindegebiet von Bad Griesbach entsteht derzeit der Themenwanderweg “Waldwunderwelten”.

„WaldWunderWelten“ nimmt seine Besucherinnen und Besucher mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Schritt für Schritt lernen sie auf vier Kilometern acht Aspekte des Waldes kennen. Mit vielen Informationen, mit allen Sinnen. Fantasie und Realität verschmelzen. So manches Geheimnis wird der Wald erzählen, doch entzaubern wirst man ihn nicht.

Holz ist ein einsilbiges Wort,
aber dahinter verbirgt sich
eine Welt der Märchen und Wunder.
Theodor Heuss

Auftraggeber: Bayerische Staatsforsten AöR (2009)

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